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EU-Kommission genehmigt Übernahme von Suez durch Entsorger Veolia

Anfang Januar 2022 soll die Übernahme abgeschlossen sein. Dafür müssen die Unternehmen jedoch noch Teile ihres Geschäfts veräußern.
15.12.2021

Das französische Unternehmen Veolia ist unter anderem in der Abfallwirtschaft weltweit tätig. (Symbolbild)

Die Europäische Kommission hat dem französische Abfallentsorger Veolia grünes Licht für die Übernahme des heimischen Konkurrenten Suez gegeben. "Aufgrund der von Veolia vorgebrachten sehr umfassenden Verpflichtungen konnte die Kommission dieses Zusammengehen zweier historischer französischer Akteure in den Bereichen Wasser und Abfall genehmigen", sagte die für Wettbewerb zuständige Kommissions-Vizepräsidentin Margrethe Vestager.

Nur wenn Veolia diese Verpflichtungen einhalte, könne sichergestellt werden, dass die Übernahme sich nicht negativ auf den Wettbewerb auf den Wasser- und Abfallmärkten auswirke.

Abschluss im Januar

Veolia begrüßte die Genehmigung in einer Mitteilung. Damit sei die Übernahme in ihrer Endphase. Die französische Wettbewerbsbehörde habe den 7. Januar 2022 als Abschlussdatum für die Übernahme festgelegt, teilte die Firma mit.

Veolia und Suez sind weltweit tätig und führend in der Wasseraufbereitung und der Abfallwirtschaft. Um die Wettbewerbsbedenken der Kommission auszuräumen, müssen die Konzerne Teile ihres Geschäfts veräußern.

Veräußerungen nötig

Unter anderem sicherte Veolia zu, dass Suez fast alle Tätigkeiten im den Bereichen der Abfallbewirtschaftung und des kommunalen Wassers in Frankreich veräußern werde. Veolia werde fast alle mobilen Wasserdienstleistungen im Europäischen Wirtschaftsraum abstoßen. Beide Firmen wollen zudem einen Teil ihrer Aktivitäten bei der Deponierung gefährlicher Abfälle verkaufen.

Die beiden Konzerne hatten im April nach monatelangem Streit die Weichen für ein Zusammengehen gestellt. Für Veolia ist es bereits der zweite Versuch, Suez zu übernehmen.

Erster Übernahme gescheitert

2012 war eine Übernahme unter anderem an kartellrechtlichen Bedenken gescheitert. Der neue Verbund soll auf einen Umsatz von etwa 37 Mrd. Euro kommen, beschäftigt werden rund 230 000 Menschen. Der neue Verbund wird auch in Deutschland tätig sein. (dpa/jk)