Der Magdeburger Energie-Contracting-Spezialist G+E Getec hat einen neuen Eigentümer: Der schwedische Finanzinvestor EQT (75 Prozent) und die GEH, Familienholding des Getec-Gründers Karl Gerhold (25 Prozent), haben ihre Anteile an den Fonds "Infrastructure Investments Fund" (IIF) veräußert, heißt es in einer Pressemitteilung von EQT.
Hinter dem Infrastrukturfonds steht der Finanzinvestor J.P. Morgan Investment Management. EQT hatte G+E Getec bereits vor einigen Wochen zum Verkauf gestellt. Laut Finanzkreisen soll der Veräußerungsauslös bei über vier Milliarden Euro liegen. Laut Handelsblatt wäre die Transaktion damit die größte im laufenden Jahr im deutschen Energieinfrastruktursektor.
"Gute Voraussetzungen für überdurchschnittliches, langfristiges Wachstum"
EQT hatte 2017 die Mehrheit an G+E Getec erworben und die Expansion des Unternehmens in Europa vorangetrieben. "Getec ist sehr gut aufgestellt, um auch künftig von den weltweiten Dekarbonisierungsanstrengungen zu profitieren und ein überdurchschnittliches, langfristiges Wachstum zu erzielen", erklärte Matthias Fackler, Partner des EQT Infracstructure Advisory Teams.
Durch die Kooperation mit EQT Infrastructure und GEH habe man einen großen Schritt gemacht in Richtung eines führenden Versorgers und Dienstleisters im Bereich dezentraler Energieservices, betonte Getec-CEO Thomas Wagner. "Während der vergangenen fünf Jahre haben wir unsere Gewinne mehr als verdoppelt, die Zahl der Mitarbeiter verdreifacht und unsere Präsenz in Europa auf neun Länder ausgeweitet", so Wagner weiter.
Mit dem neuen Eigentümer ILF erhalte man einen langfristig orientierten Investor mit viel Erfahrung im Bereich der dezentralen Energieversorgung. Der Verkauf soll bis Ende des ersten Quartals kommenden Jahres abgeschlossen sein. (hoe)



