Bild: © RainerSturm/pixelio.de

Man soll nicht schlechtem Geld gutes hinterherwerfen, ist ein alter Kaufmannsspruch. Damit ist auch gemeint, lieber einen Zahlungsanspruch als uneinbringlich abzuschreiben, als womöglich ein Vielfaches davon ins Mahnwesen zu stecken. Doch was, wenn es gelänge, die (Personal-)Kosten des Mahnwesens zu verringern?

Creditreform hat hierfür jetzt einen digitalen Ansatz. Die Wirtschaftsauskunftei und Inkassospezialistin ist in den bundesweiten Vertrieb eines voll- oder halbautomatischen Forderungsmanagements an ihre 155.000 Mitglieder eingestiegen. Die dahinterstehende Cloud-Plattform für Liquiditätsmanagement im Business-to-Business-Bereich stammt von dem Münchner Start-up Bilendo. "Creditreform Mahnwesen" ist also ein White Label einer Kooperation mit Bilendo. Dies geht aus einer Pressemitteilung vom Dienstag hervor.

Reports über aktuellen Stand der Forderungen

Der schlankere Geschäftsprozess läuft folgendermaßen ab: Ausgehende Rechnungen werden via Schnittstelle oder Belegerkennung in die Plattform von Bilendo importiert. Deren Software-as-a-Service ordnet alle Daten automatisch zu. Sie gleicht ebenso automatisch Zahlungseingänge mit den Rechnungsposten ab. Aus der Plattform heraus werden auch Rechnungen, Mahnungen und Berichte über den Echtzeit-Stand der Forderungen erstellt, auf Papier oder per Mail. Auf Wunsch des Creditreform-Mitglieds geschieht dies vollautomatisch.

Einen anderen Ansatz verfolgt seit April das von Fichtner empfohlene Start-up AcceptEmail: Rechnungen werden grundsätzlich digital verschickt, ein Bezahl-Button verlinkt auf die akzeptierten Zahlungswege zur Auswahl, die Eckdaten etwa für eine Überweisung sind schon vorausgefüllt, und nach der Zahlung färbt sich der Button in ein und derselben digitalen Botschaft von Blau nach Grün um (siehe auch gedruckte ZfK 6/18, 23). (geo)

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