Der Energiekonzern Uniper richtet die Engineeringsparte neu aus und baut dabei auch in Deutschland massiv Arbeitsplätze ab.

Der Energiekonzern Uniper richtet die Engineeringsparte neu aus und baut dabei auch in Deutschland massiv Arbeitsplätze ab.

Bild: © nmann77/Adobestock

Der Energiekonzern Uniper wird am Standort Gelsenkirchen offenbar massiv Stellen abbauen. Laut einem Bericht des Radiosenders WDR könnten über 700 Angestellte ihren Job an diesem Standort verlieren. Dies wurde auf einer Belegschaftsversammlung am Donnerstag (14. Oktober) bekannt gegeben.

Betroffen ist offenbar ausschließlich der Engineering-Bereich. Für diesen hatte das Unternehmen bereits in der vergangenen Woche eine Neuausrichtung und einen erheblichen Personalabbau angekündigt. Ein Uniper-Sprecher wollte auf Anfrage die von den Gewerkschaften genannten Zahlen nicht bestätigen.

 

Engineeringsparte hat weltweit rund 1100 Mitarbeiter:innen

Sicher sei, dass von den rund 1100 Mitarbeiter: innen in der Engineeringsparte rund zwei Drittel von den geplanten Maßnahmen betroffen seien. Davon seien auch zu einem nicht unwesentlichen Teil die anderen Standorte der Sparte in Großbritannien und in den Niederlanden betroffen. Zudem könnten Teile des Geschäfts auch verkauft werden und die Arbeitsplätze entsprechend fortbestehen.

Besonders der Anlagenservice ist betroffen

Die kolportierten Zahlen für den Standort Gelsenkirchen sind deshalb offenbar noch mit Vorsicht zu genießen. Sicher aber ist, dass es dort zu deutlichen Einschnitten kommen wird. Die größten Veränderungen wird es im Bereich Anlagenservice geben. Betroffen sind vor allem Ingenieur:innen und Techniker:innen.

Insbesondere die Wartung von konventionellen Kraftwerken und entsprechenden technischen Anlagen für Drittkunden wird eingestellt. "Die Richtungsentscheidung durch den Uniper-Vorstand ist gefallen, über die Ausgestaltung und Umsetzunge sind wir jetzt in Gesprächen mit verschiedenen Gewerkschaften", so der Sprecher.

Die Umsetzung der Maßnahmen werde sich deutlich ins nächste Jahr erstrecken. Er gehe aber davon aus, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde, so der Sprecher weiter.

"Niemand wird ins Bergfreie fallen"

Uniper habe eine lange Tradition der Sozialpartnerschaft. Jeder der Betroffenen werde ein entsprechendes Angebot erhalten, niemand werde ins Bergfreie fallen.

Gelsenkirchen ist einer der größten Uniper-Standorte in Deutschland. Neben Uniper Technologie und Uniper Anlagenservice sind dort auch das Kraftwerk Scholven und das Fernwärmekraftwerk Buer angesiedelt. (hoe)

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