In Anbetracht von "Firdays for Future" und der breiten Debatte um den Klimawandel, die maßgeblich von Schülern und Studenten ausging, ist es verwunderlich, dass nur ein sehr geringer Anteil der Studierenden einen Beruf in der Energie- oder Umweltwirtschaft ausüben möchte. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Universität Maastricht und des Personaldienstleisters Studitemps.
Lediglich 3, 5 Prozent der Studierenden gaben an, nach ihrem Abschluss im Bereich "Energie, Versorgung und Umwelt" arbeiten zu wollen. Vor drei Jahren konnten sich immerhin noch 4,5 Prozent der Befragten eine Karriere mit diesem Schwerpunkt vorstellen. Befragt wurden 22.000 Studierende aus ganz Deutschland.
Beliebtester Arbeitgeber Eon
Die beliebtesten Arbeitgeber in der Energie- und Umweltwirtschaft werden mit sieben Prozent von Eon angeführt, dahinter folgen die DB Energie (3,8 Prozent) und die EnBW (3,4 Prozent). Aber auch Anlagenbauer aus der Wind- und Solarbranche, darunter Enercon (3,1 Prozent), ABB (2,9 Prozent) sowie SMA Solar Technology (2,5 Prozent) kommen langsam bei den Nachwuchskräften an. Innogy und Vattenfall rangieren mit 2,2 beziehungsweise 2 Prozent am unteren Ende der Liste. Als Ausgangsbasis für die Unternehmensauswahl diente den Studienautoren die Top-500-Unternehmensdatenbank des CIO-Magazins.
Insgesamt rangiert der Enerige- und Umweltsektor als potenzieller Arbeitsplatz für die befragten Studierenden auf Platz 10. Am häufigsten wollen die künftigen Absolventen einen Werdegang im Bereich "Bildung, Erziehung und Forschung" anstreben, auf Platz 2 schaffte es "Gesundheit, Pflege und Soziales". Und auch die Automobilwirtschaft hat es trotz der Schlagzeilen um Abgasskandale immer noch unter die Top 5 geschafft. (ls)



