Das Bundeskartellamt nimmt die geplante Glasfaser-Kooperation zwischen der Oldenburger EWE und der Telekom ganz genau unter die Lupe. Nachdem die Prüffrist bereits im Juni verlängert worden war, haben die beiden Unternehmen jetzt mit den Wettbewerbshütern einen weiteren Aufschub vereinbart. Bis 21. September soll das Prüfverfahren abgeschlossen sein. Sprecher des Kartellamtes und von EWE bestätigten einen entsprechenden Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". EWE und die Telekom wollen das Gemeinschaftsunternehmen "Glasfaser Nordwest" gründen, dieses soll in den kommenden Jahren über 1,5 Mrd. Euro in den Glasfaserausbau in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen investieren.
Auch mit der Fristverlängerung befinde man sich im Zeitplan, heißt es von Seiten von EWE. Das geplante Joint-Venture zweier investierender Telekommunikationsunternehmen sei zudem eine Premiere in Deutschland. Folglich würden hier auch erstmalig Rahmenbedingungen für derartige Kooperationsvorhaben gesetzt. "Da ist eine sechsmonatige Verfahrensdauer kein überraschender Vorgang. Wir sind selbstverständlich weiter in einem konstruktiven Dialog mit dem Bundeskartellamt", so der EWE-Specher. (hoe)



