GP Joule errichtet im Rahmen eines PPA mit Airbus Helicopters einen Solarpark in Bayerisch-Schwaben. (Symbolfoto)

GP Joule errichtet im Rahmen eines PPA mit Airbus Helicopters einen Solarpark in Bayerisch-Schwaben. (Symbolfoto)

Bild: © GP Joule

Von Flugzeugbauer Airbus über Softwareriese Google bis Energieversorger Lichtblick: Stromlieferverträge aus erneuerbaren Quellen, auch PPAs genannt, nehmen immer mehr an Fahrt auf.

Am Dienstag verkündete Lichtblick, im kommenden Jahr Strom aus 71 weiteren Windparks beziehen zu wollen, die aus der EEG-Förderung fallen. Grundlage seien zwei PPAs mit Grünstromhändler Quadra Energy, heißt es in einer Mitteilung. (Die ZfK berichtete.)

Lichtblick mit PPA-Offensive

Das Gesamtvolumen beträgt demnach 215 Mio. kWh Strom pro Jahr. Zu Laufzeiten und finanziellen Details wurden keine Angaben gemacht.

Zuvor hatte Lichtblick PPAs mit einem Volumen von 262 Mio. kWh Strom aus 23 Wind- und acht Solarparks für 2022 vereinbart. (Die ZfK berichtete.) Ziel des Ökostromanbieters ist es, bis 2025 mit PPAs bis zu ein Fünftel seines Stromabsatzes zu decken.

Solarpark nahe des Werksgeländes

Bis dahin hatte Lichtblick seinen Ökostrom aus deutscher Wasserkraft sowie seit Jahresbeginn per PPA aus einem Windpark in Norddeutschland bezogen.

Auch Flugzeugbauer Airbus setzt verstärkt auf PPAs. Für den Standort in Donauwörth (Bayern), wo das Unternehmen Hubschrauber und Flugzeugtüren herstellt, wurde mit Solaranlagenspezialist GP Joule ein Liefervertrag geschlossen.

GP Joule baut selbst

Vorgesehen ist der Bau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage mit einer Leistung von bis zu 3,5 MW in der nahe gelegenen Gemeinde Tapfheim.  Der Strom soll über eine Direktleitung zum Werksgelände fließen.

Geplant sind fast 8000 Module auf einer Fläche von etwa 4,6 Hektar. Die Baugenehmigung liegt nach GP-Joule-Angaben vor, die Installation soll voraussichtlich Anfang 2022 beginnen. GP Joule will die Anlage selbst errichten und anschließend technisch und kaufmännisch weiterbetreiben.

RWE mit Groß-PPA

In den vergangenen Wochen hatten sich Meldungen über neu geschlossene PPAs gehäuft. So schloss etwa der Frankfurter Flughafen mit EnBW ein Offshore-PPA. Die Energiekonzerne Orsted und Engie wollen ferner künftig unter anderem US-Internetriesen Google beliefern.

Zudem verkündete RWE, im Rahmen des Offshore-Großprojekts "Sofia" in der Nordsee einen Abnehmer gefunden zu haben: den französischen Energieriesen EDF. (aba)

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