Nach der Null-Gebots-Runde bei der Kombi-Ausschreibung im April bleibt nun auch die technologiespezifische Wind-an-Land Ausschreibung zum 1. Juni deutlich unterzeichnet. Bei der parallel gelaufenen PV-Ausschreibung lief es hingegen erwartungsgemäß gut.
Das Onshore-Ausschreibungsvolumen von gut 825 MW wurde mit 62 Geboten in der Höhe von 467 MW fast um die Hälfte unterzeichnet. Aufgrund eines Formfehlers wurden letztlich 61 Gebote und damit fast 464 MW bezuschlagt.
Zuschlagswert gestiegen
Drei Projekte davon wollen Bürgerenergiegesellschaften umsetzen. Regional betrachtet gingen die meisten Zuschläge nach Schleswig-Holstein (21 Zuschläge in Höhe von knapp 129 MW), darauf folgt Nordrhein-Westfalen mit 16 erfolgreichen Projekten und einem Volumen von etwa 97 MW.
Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote reichen von 5,90 ct/kWh bis 6,20 ct/kWh. Der durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 6,14 ct/kWh und damit über dem der Vorrunde (6,07 ct/kWh).
Solar erwartungsgemäß deutlich überzeichnet
Bei der Solarausschreibung wurden 101 Gebote im Umfang von 447 MW eingereicht. Ausgeschrieben waren jedoch „nur“ 96 MW. Insgesamt erhalten bei der deutlichen Überzeichnung 21 Gebote und damit eine Solarleistung von 99 MW einen positiven Förderbescheid.
Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 4,90 ct/kWh und 5,40 ct/kWh (Vorrunde: 4,64 bis 5,48 ct/kWh). Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert ist leicht angestiegen und liegt in dieser Runde bei 5,27 ct/kWh (Vorrunde: 5,18 ct/kWh). Neun Gebote mussten aufgrund von Formfehlern ausgeschlossen werden.
Bekanntgabe der Zuschläge wird im September nachgeholt
Aufgrund der Corona-Pandemie wird entgegen dem üblichen Vorgehen die Zuschlagsentscheidung zunächst nicht im Internet bekanntgegeben. Zugunsten der erfolgreichen Bieter beginnen damit wichtige Fristen nicht zu laufen. Die Bekanntgabe der Zuschläge wird im September nachgeholt. (ls)
