Die installierte Anlage umfasst über 10.400 Solarmodule und erstreckt sich auf einer Fläche von 4,4 Hektar. Im Moerser Stadtteil Vinn, in direkter Nähe zur Autobahnausfahrt Moers-Zentrum, aber in Reichweite zur Innenstadt , hat der Energiedienstleister Energie & Umwelt Niederrhein (Enni) am Donnerstag (10. Oktober) einen neuen Solarpark eröffnet. Dieser wird jährlich rund 3,7 Mio. kWh Ökostrom produzieren, die Investitionen belaufen sich auf 2,4 Mio. Euro.
"Zuschlag spricht für Wirtschaftlichkeit des Projektes"
Der Solarpark wird nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz gefördert. Im Januar hatte Enni bei der gesetzlichen Ausschreibung den Zuschlag bekommen. Dies ist laut Angaben des Unternehmens bisher nur wenigen Projekten in NRW gelungen. "Es spricht für die Wirtschaftlichkeit des Projektes, dass wir uns hier gegen die über deutlich mehr Sonnenstunden verfügende Konkurrenz aus dem Süden Deutschlands durchsetzen konnten", verdeutlichte Enni-Geschäftsführer Kai Gerhard Steinbrich. Das Unternehmen habe dabei erneut den Spagat zwischen ökologischen und ökonomischen Interessen vollzogen.
Enni-Tochter bündelt mittlerweile über 20 Solaranlagen
"Die Energiewende ist für uns ein Arbeitsauftrag, der durch unser Stadtwerk in vorbildlicher Art und Weise umgesetzt wird", betonte der Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer bei der symbolischen Inbetriebnahme. Rund 35 Prozent des Strombedarfs der Moerser Kunden deckt Enni mittlerweile über regenerative Quellen ab. Die Tochtergesellschaft Enni Solar bündelt zudem mittlerweile über 20 Solaranlagen in ihrem Erzeugungsportfolio.
Umfassende naturschutzrechtliche Auflagen
"Unser Sonnenkraftwerk unterscheidet sich dabei von vielen PV-Anlagen in Nordrhein-Westfalen dadurch, dass wir hier die mit Naturschutz und Baurecht verbundenen Auflagen in einem Landschafts- und Wasserschutzgebiet sowie einer als Ökokonto genutzten Fläche miteinander in Einklang gebracht haben", führte Enni-Geschäftsführer Steinbrich aus. Voraussetzung für die Genehmigung des Projektes war, dass hier bereits heimische Tier- und Pflanzenarten erhalten bleiben und mit zusätzlichen 47 Bäumen und 5.400 m² Hecken- und Gebüschelementen sowie 16.500 m² Wiesenfläche ein Mehrwert für das natürliche Umfeld geschaffen wird. (hoe)



