Um bei einer raschen Reduzierung der Kohleverstromung auch künftig die Versorgungssischerheit in Deutschland gewährleisten zu können, fordert der BDEW eine Verlängerung des KWK-Gesetzes. Das Bild zeigt eine KWK-Anlage der Stadtwerke Flensburg.

Um bei einer raschen Reduzierung der Kohleverstromung auch künftig die Versorgungssischerheit in Deutschland gewährleisten zu können, fordert der BDEW eine Verlängerung des KWK-Gesetzes. Das Bild zeigt eine KWK-Anlage der Stadtwerke Flensburg.

Bild: © Stadtwerke Flensburg

Die Stadtwerke Flensburg stellen schon seit längerem von der Kohleverstromung auf erdgasbetriebene KWK-Anlagen um. Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Flensburg haben nun die Investition in eine zweite KWK-Anlage in Höhe von rund 95 Mio. Euro genehmigt. Als Ziel ist definiert, ab 2022 rund vier Fünftel des Flensburger Energieverbrauchs durch Gas zu decken.

Seit 2010 wollen die Stadtwerke aus der Kohle aussteigen. Wenn die Anlage 2022/23 fertiggestellt ist, wird es dem Versorger in nur sechs Jahren gelungen sein, vier von fünf Kohlekesseln zu ersetzen. Die neue Gas- und Dampfturbinenanlage Kessel 13 wird die CO2-Emissionen bei gleicher Energie-Erzeugungsmenge um 40 Prozent senken und so jährlich rund 130.000 Tonnen CO2 sparen. Das ist mehr als doppelt so viel, wie der gesamte Verkehr in Flensburg im Jahr ausstößt (60.000 t).

Geschäftsführung begrüßt Entscheidung

Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke: "Besonders freut mich, dass beide Gremien einstimmig der Investition von 95 Mio. Euro für unseren nächsten Schritt beim Kohleausstieg zugestimmt haben. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle bedanken. Zusammen mit unserem Kessel 12-Projekt, das wir 2011 entschieden haben, und das mit allen Teilprojekten 128 Mio. Euro gekostet hat, investieren wir so rund 223 Mio. Euro in die Erneuerung unseres Kraftwerkparks." (pm)

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