Das Pilotprojekt "DA/RE" (Datenaustausch/REdispatch) koordiniert alle Spannungsebenen über eine digitale Plattform. Damit soll vor allem das Verteilnetz transparenter und steuerbarer gemacht werden. Denn durch die stetig steigende Anzahl dezentraler Anlagen, die von den unteren Netzebenen einspeisen, steigt der Koordinationsaufwand.
Auf der VKU-Veranstaltung "Wie kann der Abruf von Redispatch aus dem Verteilnetz künftig koordiniert werden?" - gemeinsam mit Netze BW und TransnetBW - zur Präsentation der Bilanz wurde deutlich: Der geplante Datenaustausch funktionierte wie angedacht. Der Tenor der Projektteilnehmer war überwiegend positiv, weil die gewünschte Transparenz und Steuerbarkeit erreicht wurde.
Standardisierung, IT und die Frage nach der Anzahl
Tobias Romberg von der Next Kraftwerke gab jedoch zu bedenken, dass es noch Regelungsbedarf gibt. So müsse die Vereinbarkeit mit Regelenergie-Vermarktung geprüft werden. Auch wer teilnehme und der Durchdringungsgrad der Plattform seien künftig entscheidend.Der stellvertretende VKU-Hauptgeschäftsführer Michael Wübbels betonte, dass die Unternehmen sich zukünftig IT-technisch aufrüsten müssten. Erst dadurch könnten digitale Lösungen wie "DA/RE" realisiert werden.
Manfred Meinel, Ministerialdirektor des Umweltministeriums Baden-Württemberg ergänzte: "Nach Möglichkeiten wäre es schön, wenn wir einen Einheitsstecker – also künftig nur eine Plattform haben." Die Projektteilnehmer und Initiatoren seien offen für konstruktive Kritik, um die Plattform anzupassen. "Wenn wir aber schließlich zwei bis drei solcher Plattformen haben, ist es besser als 17", merkt Meinel an. (ab)



