Es war ein ertragreicher Oktober für Windkraftanlagen, der vergangene Monat. Redaktioneller Hinweis: Dieses Bild wurde mit Künstlicher Intelligenz generiert.

Es war ein ertragreicher Oktober für Windkraftanlagen, der vergangene Monat. Redaktioneller Hinweis: Dieses Bild wurde mit Künstlicher Intelligenz generiert.

Bild: © Firn/AdobeStock

Die Herbstsaison hat sich auf dem deutschen Strommarkt spürbar niedergeschlagen. So brach die Solarenergie im Oktober im Vergleich zum Vormonat um fast die Hälfte ein, wie frische Zahlen der Fraunhofer-Plattform Energy-Charts zeigen.

Wurden im September noch 6,9 Terawattstunden (TWh) öffentlicher Nettostrom aus Solaranlagen produziert, waren es im Monat darauf nur noch 3,5 TWh. Auch im Vergleich zum Oktober 2022 fiel Photovoltaik um fast 0,2 TWh zurück.

Abwärtstrend bei Kohle hält an

Dagegen legte die Windkraft auf See und an Land deutlich zu und erzielte für einen Oktober mit insgesamt 14 TWh einen neuen Rekordwert. In diesem Jahr waren nur im Januar und März die Windstromerträge noch üppiger. In den Wintermonaten produzieren Windkraftanlagen traditionell mehr Strom als im Sommer.

Im Vergleich zu den Sommermonaten legten Erdgas-, sowie Stein- und Braunkohlekraftwerke zwar wieder zu. Im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen setzte sich der Abwärtstrend jedoch zumindest bei Kohlekraftwerken weiter fort. Insgesamt steuerten fossile Kraftwerke im Oktober 38 Prozent zum deutschen Stromerzeugungsmix bei. Das ist ein neues Allzeittief für einen Oktober.

Netto-Stromimporte brechen ein

Besonders hitzig wurden in den vergangenen Wochen die deutschen Stromimporte diskutiert. Tatsächlich scheint sich nun abzuzeichnen, was Marktexperten schon länger voraussagten. Je näher der Winter rückt, desto mehr wird Deutschland wieder vom Nettostromimporteur zum -exporteur. Dies hängt auch damit zusammen, dass bei sinkenden Temperaturen der Strombedarf in der Regel steigt und dann wieder verstärkt fossile deutsche Kraftwerke zum Einsatz kommen.

Nach Energy-Charts-Angaben betrug der Stromimportüberschuss im Oktober 1,5 TWh. Zum Vergleich: Im September wurden noch 4,5 TWh mehr Strom im- als exportiert. Im August waren es sogar 5,8 TWh.

Dänische Strombilanz ausgeglichen

Einmal mehr bezog Deutschland am meisten Netto-Strom aus Dänemark (1,0 TWh). Es folgten Frankreich (0,9 TWh) und Norwegen (0,6 TWh). Zur Erinnerung: Dänemark ist in der Regel selbst Netto-Stromimporteur. Im Oktober gestaltete sich die Strombilanz des Königreichs ausgeglichen. Während es nach Deutschland und in die Niederlande mehr Strom ex- als importierte, war es bei Norwegen und insbesondere Schweden andersherum. (aba)

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