Blick auf das Gebäude, in dem sich die Räume des Stromversorgers Stromio befinden.

Blick auf das Gebäude, in dem sich die Räume des Stromversorgers Stromio befinden.

Bild: © Henning Kaiser/dpa

Bundesweit große Schlagzeilen machten die Anbieter Stromio und Gas.de, als sie im Dezember 2021 schätzungsweise hunderttausende Kunden von einem Tag auf den anderen aus ihren Verträgen warfen.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Gas- und Strompreise in historische Höhen gerast. Das Vorgehen der beiden Versorgermarken wird in der Fachwelt allgemein für justiziabel gehalten.

Laut "Bild" haben zwei Anwaltsfirmen für geschädigte Kunden bereits erste Erfolge erstritten.

Tobias Hirt von Veneko berichtete bild.de: „Wir werden an insgesamt 69 Stromio-Kunden 24.793,84 Euro auszahlen. Die Gesamtforderung lag bei 37.190,76 Euro.“ Im Februar werde über weitere Klagen vor Gericht geurteilt.

Verbraucherzentrale wartet auf Verhandlungstermin

Für eine Musterfeststellungsklage der Verbraucherzentrale Hessen gibt es jedoch noch keinen Verhandlungstermin. Die Klage wurde im Mai 2022 eingereicht.

Anfang des Jahres hieß es von der Verbraucherzentrale, über 3000 Anmeldungen von Geschädigten seien eingegangen. Die Eintragung in das Klageregister ist weiterhin möglich.

Gas-Tochter mit ähnlichem Verfahren

Auch die Stromio-Unternehmenstochter Gas.de kündigte 2021 den Kunden die Verträge.

Die Bundesnetzagentur hat ihr in diesem Jahr die Tätigkeit als Energielieferant von Haushaltskunden untersagt.

Beide Unternehmen sind weiterhin aktiv

Stromio und Gas.de gehören beide zum Firmenimperium von Ömer Varol und sind unter dem Dach der Universal Utility International organisiert. Beide Unternehmen vertrieben weiterhin Strom und Gas, unter anderem über das Logo Grünwelt Energie.

Die Anfrage der ZfK ließ Stromio unbeantwortet. (pfa)

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