Gastbeitrag von:
Dominik Nagel,
Leiter Unternehmenskommunikation
EWR AG, Worms
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In Zeiten globaler Umbrüche sind es oft die regionalen Akteure, die Zukunft greifbar machen. Wenn am 17. Juni die ZfK-Nachhaltigkeitskonferenz in Berlin ihre Türen öffnet, steht eine zentrale Frage im Raum: Bleibt Nachhaltigkeit trotz geopolitischer Spannungen, Ressourcenknappheit und wachsendem Marktdruck ein fester Megatrend? Oder ist eine strategische Neuausrichtung notwendig?
Für EWR aus Worms ist die Sache klar. Nachhaltigkeit ist nicht einfach eines von vielen Themen. Sie ist das Fundament der eigenen Strategie und ein klarer Auftrag an alle kommunalen Energieakteure, über das Verwalten hinauszugehen.
"Die Zukunft entscheidet sich lokal“
"Globale Herausforderungen brauchen lokale Antworten“, sagt Stephan Wilhelm, Vorstandssprecher der EWR AG. "Die Energiewende findet nicht in Brüssel oder auf Bundesebene statt, sondern in unseren Städten und Gemeinden. Dort, wo Menschen leben. Und dort, wo wir als EWR mit unserer Infrastruktur, unserer Beratung und unserer Innovationskraft täglich wirken."
Dass EWR längst mehr ist als ein klassischer Versorger, zeigt sich in der klaren strategischen Ausrichtung hin zum Energiepartner für Kommunen, Unternehmen und Haushalte. Der Weg zur Klimaneutralität ist dabei kein Selbstzweck, sondern ein gemeinsamer Aufbruch.
Vom Versorger zum Möglichmacher
"Versorgen war gestern. Heute gestalten wir Zukunft", bringt Wilhelm die Transformation auf den Punkt. "Unsere Mitarbeitenden sind Energieberater, Wärmewende-Pioniere und digitale Lotsen. Wir verstehen unsere Rolle nicht mehr als Verwalter, sondern als Möglichmacher."
Mit unternehmenseigenen Start-ups wie Climate Connection unterstützt EWR Städte und Gemeinden schon heute bei der Planung und Umsetzung ihrer Transformationspfade. Dieser Ansatz steht auch im Fokus der ZfK-Nachhaltigkeitskonferenz. Im Workshop "Neue Aufgaben, neue Rolle: Die Neuerfindung des Nachhaltigkeitsmanagements nach dem Ende der CSRD“ diskutiert Climate Connection mit Vertretern aus Verwaltung und Wirtschaft über die neue Rolle von Nachhaltigkeitsmanagern in einer Welt nach dem EU-Omnibuspaket.
"Nach der Berichtspflicht beginnt die eigentliche Arbeit"
Denn eines ist klar: Wenn die CSRD-Berichtspflicht zur Routine wird, beginnt für viele Unternehmen und Kommunen erst der eigentliche Wandel. "Nachhaltigkeitsmanager brauchen jetzt eine neue Agenda", so Wilhelm. "Es geht nicht mehr nur um das Erfassen von Kennzahlen. Es geht um das Initiieren, Koordinieren und Priorisieren von Maßnahmen, die echte Wirkung entfalten. Für Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft vor Ort."
Als kommunal verankertes Unternehmen mit einem starken Fokus auf Partnerschaft und Kundennähe bringt EWR nicht nur technisches Know-how mit, sondern auch ein tiefes Verständnis für regionale Zusammenhänge.
"Wir liefern keine Tarife mehr. Wir liefern Lösungen", fasst Wilhelm zusammen. Lösungen, die Menschen entlasten, Städte zukunftsfähig machen und Unternehmen widerstandsfähiger aufstellen. Dazu gehören kommunale Wärmenetze ebenso wie smarte Messinfrastrukturen.
Unternehmen im Wandel
Dass EWR dabei auch Haltung zeigt, wird auf dem Podium der Nachhaltigkeitskonferenz deutlich. In der Paneldiskussion "Bleibt Nachhaltigkeit als Megatrend gesetzt?“. Dort wird Stephan Wilhelm nicht nur die Sicht eines Energieversorgers einbringen, sondern auch die Perspektive eines Unternehmens im Wandel. Erst kürzlich eröffnete EWR im Mai einen Shop rund um die persönliche Energiewende mit Showroom und Beratungsmöglichkeiten hinsichtlich Energiemanagementsystem und der erfolgreichen Implementierung erneuerbarer Energien im eigenen Zuhause.
"Nicht die Größten prägen die Zukunft, sondern die Wandelwilligsten", sagt Wilhelm. "Wir erleben aktuell eine Phase der Unsicherheit. Aber auch der Möglichkeiten. Wer mutig ist, kann heute Weichen stellen, die über Jahrzehnte hinweg Wirkung entfalten. Für uns ist Nachhaltigkeit kein nice-to-have. Es ist unser täglicher Auftrag. An uns selbst und an die Region, der wir uns verpflichtet fühlen."
Workshop bietet konkrete Werkzeuge
Für alle, die tiefer einsteigen wollen, bietet der von EWR Climate Connection verantwortete Workshop entsprechenden Mehrwert. Statt theoretischer Diskussionen geht es um ganz praktische Fragen. Zum Beispiel, wie Nachhaltigkeitsmanager nach dem Wegfall vieler Berichtspflichten neue Prioritäten setzen, Maßnahmen bündeln und echten Mehrwert für ihr Umfeld schaffen können.
Mehr zum Programm der ZfK-Nachhaltigkeitskonferenz am 17. Juni in Berlin finden Sie hier.
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